Autor: rrc

Das Living Handbook im Hands-on-Test

Kaum ist es online, trifft es gleich einen Nerv – das Living Handbook of Science Communication and Science Studies hat in der Liederhalle Stuttgart seinen Praxistest bestanden. Annette Schöneck, Andreas Sieß und Aleksandra Vujadinovic über lebhafte Tage mit dem digitalen Zettelkasten bei der Veranstaltung von „Wissenschaft im Dialog“.

Intransparenz wegen geringer Reichweite?

Früher war der Forschungsausschuss mit seinen Livestream-Sitzungen ein Musterbeispiel an Transparenz, jetzt steht die Wissenschaftspresse vor verschlossenen Türen: kein Live-Zugang mehr, keine Pressekonferenzen, stattdessen „ungestörte Räume“. Nicola Kuhrt ist die Vorstandsvorsitzende des RRC-Praxispartners WPK. Sie beschreibt, was die neue Geheimhaltung für Wissenschaftsjournalist:innen bedeutet – und für das Vertrauen in die Politik.

Wissenschaft als An-Geber

„Bitte alles angeben“: Was Forschende bei Anträgen und Evaluationen auflisten, wird immer umfangreicher. Mittlerweile finden sich darin auch Blogposts, LinkedIn-Kommentare oder Vorträge, die noch gar nicht gehalten wurden. Die neue Professor-Holger-Kolumne über den wachsenden Listenfetisch in der Wissenschaft.

WISSENSWERTE 2025 in Berlin: Für einen starken Wissenschaftsjournalismus in Zeiten multipler Krisen

Das Dialogforum WissensWerte 2025 verzeichnete in diesem Jahr einen Besucherrekord. Dabei scheuten sich die 380 Teilnehmenden nicht vor harten Themen: Angriff auf die Wissenschafts- und Pressefreiheit, gefährliche Narrative, Backlash in der Klimapolitik und KI in der Militärforschung. Holger Hettwer und Iris Proff von der WPK mit einem Rückblick – und einem Ausblick auf das WissensWerte-Jubiläumsjahr 2026.

Reflexion statt Reputation

Wissenschaftskommunikation entdeckt noch immer das Visuelle: Diagramme, Animationen, illustrierte Erklärstücke usw. Ein aktueller Forschungsüberblick der TransferUnit zeigt einmal mehr das Potenzial, das darin steckt. Doch offen bleibt die Gretchenfrage: Nun sag, wie hast du’s mit der visuellen Kommunikation? Denn nötig ist ein neuer Modus, der Visualisierung als Kulturtechnik reflektiert und dazu Medienpraktiken produktiv unterwandert.