Kategorie: Science Drop

Reflexion statt Reputation

Wissenschaftskommunikation entdeckt noch immer das Visuelle: Diagramme, Animationen, illustrierte Erklärstücke usw. Ein aktueller Forschungsüberblick der TransferUnit zeigt einmal mehr das Potenzial, das darin steckt. Doch offen bleibt die Gretchenfrage: Nun sag, wie hast du’s mit der visuellen Kommunikation? Denn nötig ist ein neuer Modus, der Visualisierung als Kulturtechnik reflektiert und dazu Medienpraktiken produktiv unterwandert.

Raketenwissenschaftsministerium?

Die neue Bundesregierung plant ein Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und setzt damit neue Schwerpunkte in dem für die deutsche Wissenschaft wichtigsten Ressort. Das spricht Bände über das Wissenschaftsverständnis der künftigen politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger.

Brain Gain oder Kopfjagd?

Profitiert die deutsche Forschungslandschaft von den „trumpistischen Abrissaktionen“ in den USA? Wird also ein möglicher Brain Drain zu einem hiesigen Brain Gain? Einspruch, sagt RRC-Sprecherin Julika Griem und warnt vor nationalen Alleingängen. Sie plädiert für den freien internationalen Austausch, wie er auch in der Gemeinsamen Erklärung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen beschrieben wird: als Teil eines europäischen Forschungsraums, in Kooperation mit den Partnerländern, aber nicht als nationaler Abwerbewettstreit um die „besten Köpfe“.

Wrong or right(wing)?

Positivismus und scheinbar ‚alternativlose‘ Fakten zu hinterfragen, ist ein traditioneller Baustein linker Ideologiekritik. Im Schatten von Donald Trumps zweiter Amtszeit schickt sich momentan eine mächtige Allianz von Tech-Kapitalisten und Rechtsradikalen an, dieses Instrument gegen ihre schärfsten Kritiker in Journalismus und Wissenschaft zu wenden.

„A scientific look at your looks“ – oder: Schönheit, wissenschaftlich geschminkt

Dass Produkte mit wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Studien beworben werden, ist bei vielen Unternehmen nicht unüblich. Einen besonders üblen Beigeschmack hat diese Marketingstrategie im Fall von kostspieligen „Schönheits“-Analysen, die im Netz viele Hunderttausend Follower finden. Wir haben uns den Fall einer australischen Firma angeschaut – und zeigen, wie der Anschein von Wissenschaftlichkeit zu profitorientierten Zwecken hergestellt wird.

Ungeheuer und Ungewissheit

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit hat auch die alljährliche Beschäftigung mit den (Un-)Toten Konjunktur in Konsum und Kultur. Geister, Wiedergänger und Dämonen sind dabei meist in strengen Verhaltenslogiken verfangen oder selbst Ausgeburt menschlicher, oft medizinisch-technischer Komplexe. Doch das Morbide kann auch Wissenschaftsfaszination wecken, anstatt lediglich Angst zu erzeugen.