Glück gehabt!
Ewald Fries und Boris Nieswands „Keplerstraße 2 – Innenansichten geisteswissenschaftlicher Forschung“ des Tübinger Sonderforschungsbereichs „Bedrohte Ordnungen“ (München: C.H. Beck, 2024)
Ewald Fries und Boris Nieswands „Keplerstraße 2 – Innenansichten geisteswissenschaftlicher Forschung“ des Tübinger Sonderforschungsbereichs „Bedrohte Ordnungen“ (München: C.H. Beck, 2024)
Positivismus und scheinbar ‚alternativlose‘ Fakten zu hinterfragen, ist ein traditioneller Baustein linker Ideologiekritik. Im Schatten von Donald Trumps zweiter Amtszeit schickt sich momentan eine mächtige Allianz von Tech-Kapitalisten und Rechtsradikalen an, dieses Instrument gegen ihre schärfsten Kritiker in Journalismus und Wissenschaft zu wenden.
Bei den Hochschulen in Deutschland soll massiv gespart werden. Was aber bedeutet die prekäre Finanzlage für die Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – und für die Wissenschaftskommunikation? Qualität wird auch hier zum Gebot der Stunde.
Wie funktioniert gute Wissenschaftskommunikation in einer Krise der Faktizität? Dieser Frage widmete sich David Kaldewey in seiner Keynote beim Forum Wissenschaftskommunikation 2024.
Dass Produkte mit wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Studien beworben werden, ist bei vielen Unternehmen nicht unüblich. Einen besonders üblen Beigeschmack hat diese Marketingstrategie im Fall von kostspieligen „Schönheits“-Analysen, die im Netz viele Hunderttausend Follower finden. Wir haben uns den Fall einer australischen Firma angeschaut – und zeigen, wie der Anschein von Wissenschaftlichkeit zu profitorientierten Zwecken hergestellt wird.
Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit hat auch die alljährliche Beschäftigung mit den (Un-)Toten Konjunktur in Konsum und Kultur. Geister, Wiedergänger und Dämonen sind dabei meist in strengen Verhaltenslogiken verfangen oder selbst Ausgeburt menschlicher, oft medizinisch-technischer Komplexe. Doch das Morbide kann auch Wissenschaftsfaszination wecken, anstatt lediglich Angst zu erzeugen.
Über die #FactoryWisskomm des BMBF ist viel geredet worden – auch der Bundestag hat sich zur Wissenschaftskommunikation positioniert. Dabei ist Wissenschaft in weiten Teilen Ländersache. Aber wie halten es die Länder mit der Wissenschaftskommunikation? Dr. Bastian Hartmann, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, hat das RRC auf diese Frage aufmerksam gemacht – und wir haben ihn daraufhin um einen Gastbeitrag zum Thema gebeten.
Wenn eine Universität wie jüngst in Göttingen ihren Präsidenten abwählt, ist es schwer zu beurteilen, was genau sich hinter den Kulissen abgespielt hat. Analysiert man aber die Berichterstattung zu dem Fall, so offenbaren sich interessante Missverständnisse über verschiedene Dimensionen von Wissenschaftskommunikation, meint Julika Griem. Eine „launige“ wie preisgekrönte Kommunikation von Physik mittels James Bond und Star Trek lasse sich eben nicht automatisch gleichsetzen mit interner Kommunikation – und als Allheilmittel gegen „Polykrisen“ in Wissenschaft und Politik taugt Wissenschaftskommunikation ohnehin nicht.
Wenn der eigene Vortrag von den Konferenzveranstaltern per KI in eine Papier-Postkarte verwandelt wird, ist das eine überraschende Synthese von Medienformaten aus verschiedenen Zeiten. Aber auch abseits davon demonstrierte die Tagung der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der DGPuK in Zürich ein breites Forschungsspektrum. Eher unterbelichtet blieben dabei Regulierungs- und Rechtsfragen künstlich-generativer Modelle.
Die Berichterstattung über die EURO 2024 ist von einer bisher unbekannten Inflation aus Expertinnen und Experten geprägt, die sich zum Teil in endlosen Analysen verlieren. Wir analysieren daher, wo deren Expertise aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich zu verorten ist.
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